Geschichte

Medikamente sind heutzutage für viele Menschen gut zugänglich – dank eines guten Netzwerks von Groß- und Einzelhändlern sowie staatlichen Gesundheitssystemen. Dies ist auch ein Verdienst unseres Firmengründers Franz Ludwig Gehe. Denn mit der Gründung seiner Drogen- und Farbwarenhandlung Gehe und Comp. 1835 in Dresden hatte der Kaufmann auch das Ziel, aus dem Luxusgut Medikament einen Artikel für jedermann zu machen.

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1835-1902

1835 Unternehmensgründung

Porträt Franz Ludwig Gehe
1835: Franz Ludwig Gehe gründet die Drogen- und Farbwarenhandlung Gehe & Comp.

Am 1. Mai 1835 gründet der Kaufmann Franz Ludwig Gehe (1810-1882) in Dresden die Drogerie- und Farbwarenhandlung Gehe & Comp. Damit legt Gehe den Grundstein für McKesson Europe.

1885 Eröffnung der Gehe-Stiftung

Lesesaal der Gehe-Stiftung
1885: Gründung der Gehe-Stiftung

Nach dem Tod von Franz Ludwig Gehe im Jahr 1882 eröffnet das Unternehmen die Gehe-Stiftung. Der Gründer hatte in seinem Testament die Einrichtung der Stiftung zum Aufbau einer Bildungsanstalt veranlasst. Zudem sollen sich die Mitarbeiter kostenfrei weiterbilden können. 1902 erhält die Stiftung den Rang einer Akademie. Den Dozenten der Stiftung wird der Professorentitel zuerkannt. Die Bibliothek der Stiftung ist größte Bibliothek der Staatswissenschaften in Sachsen.

1887 Straßenbenennung in Dresden

Ansicht Gehestraßen-Schild in Dresden
Gehestraße in Dresden

Fünf Jahre nach dem Tod von Franz Ludwig Gehe wird in Dresden eine Straße nach dem Firmengründer benannt. Die Gehestraße befindet sich damals nahe dem Gehe-Firmengelände.

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1903-1947

1903 Eintritt in den Aktienmarkt

Altaktien
1903: Eintritt in den Aktienmarkt

Die Drogerie- und Farbwarenhandlung Gehe & Comp. öffnet sich dem Kapitalmarkt und firmiert als Aktiengesellschaft Gehe & Co. AG mit einem Grundkapital von 2 Millionen Mark. Ein Jahr später werden die Aktien zum Handel an der Dresdner Börse zugelassen.

1910 Erste Ausgabe des Gehes Codex

Cover des Nachschlagewerks Gehes Codex
Cover des Gehes Codex

Die erste Ausgabe des Gehes Codex erscheint. Das Nachschlagewerk für Apotheker und Ärzte beinhaltet die Zusammensetzung, Anwendung und Herstellung aller Arzneimittel-Spezialitäten. Der Codex ist der Vorläufer der heutigen Roten Liste.

1934 Erste Auslandsgesellschaft in Spanien

Spanische Anzeige für das Produkt Agobilin
Spanische Anzeige für das Produkt Agobilin

Um die Geschäfte in Spanien besser zu organisieren, wird ein eigenes Unternehmen in Barcelona gegründet. Die Productos Quimicos Gehe ist die erste ausländische Tochtergesellschaft.

1935 100 Jahre Gehe

Blick in Handelszentrale in Dresden um 1935
Die Handelszentrale in Dresden um 1935

Die Gehe & Co. AG begeht mit einer kleinen Werksfeier in Dresden ihr Jubiläum zum 100-jährigen Bestehen. Inzwischen hat sich das Unternehmen als Drogengroßhandlung und Fabrik pharmazeutischer und chemischer Erzeugnisse etabliert. Das bekannteste Eigenprodukt ist Vita Maltyl.

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1948-1994

1948 Firmensitz in München

Firmensitz in München
1948: Firmensitz in München

Nach dem 2. Weltkrieg und der Teilung Deutschlands beginnt der Neuaufbau des Großhandelsgeschäfts von München aus. Basis für den Wiederaufbau sind die Filialen in Sulzbach-Rosenberg und Kassel sowie die Beteiligung an der C. H. Burk GmbH in Stuttgart. In Dresden wird das Gehe-Stammhaus unter dem Namen Heilchemie als landeseigener Betrieb fortgeführt. Die Werke in Sachsen gehen durch Enteignung und Umwandlung in volkseigene Betriebe über.

1973 Mehrheitsaktionär Franz Haniel & Cie. GmbH

Firmengelände Franz Haniel & Cie. GmbH in Duisburg
1973: Franz Haniel & Cie. GmbH übernimmt mit 84 Prozent die Aktienmehrheit an Gehe & Co. AG

Am 1. Januar 1973 übernimmt die Franz Haniel & Cie. GmbH mit 84 Prozent die Aktienmehrheit an der Gehe & Co. AG. Das traditionsreiche, in Duisburg ansässige Familienunternehmen hat sich inzwischen zu einem Mischkonzern mit Handel, Dienstleistungen und Produktion entwickelt.

1981 Firmensitz in Stuttgart

Firmensitz in Stuttgart
1981: Firmensitz in Stuttgart

Die Gehe-Hauptverwaltung wird von München nach Stuttgart verlegt. Dort befindet sich die am längsten bestehende Großhandels-Niederlassung des Konzerns.

1990 Investitionsprogramm in Deutschland

Außenansicht eines Standorts in Ostdeutschland
Neue Niederlassung in Ostdeutschland

Nach dem Fall der Mauer beginnt Gehe großflächig in Ostdeutschland zu investieren und baut sechs neue Niederlassungen auf, darunter auch eine am Gründungsstandort in Dresden. Damit versorgt das Unternehmen in Deutschland aus 17 Niederlassungen Apotheken mit Medikamenten.

1993 Umstrukturierung

Brüssel: Auslieferung Medikamentenbestellung
GEHE vergrößert das Auslandsgeschäft mit Niederlassungen u.a. in Belgien

Der Pharma-Großhandel wird in die Gesellschaft GEHE Pharma Handel GmbH ausgegliedert. Andere Geschäftsaktivitäten bilden eigene Unternehmensbereiche. Die GEHE AG fungiert als Holding. Mit dem Erwerb der Aktienmehrheit an der französischen Office Commercial Pharmaceutique OCP S. A. wird der Konzern zum größten europäischen Pharma-Großhändler mit Niederlassungen vor allem in Belgien, Deutschland, Frankreich, Portugal, der Tschechischen Republik und Russland.

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1995-2002

1995 Einstieg ins Apothekengeschäft

Hills-Apotheke von außen
1995: Einstieg ins Apothekengeschäft mit dem Erwerb der britischen Gesellschaft AAH, dem Betreiber der Apothekenkette Hills

Mit dem Erwerb des britischen Unternehmens AAH plc. steigt GEHE ins Apothekengeschäft ein. AAH ist Betreiber der britischen Apothekenkette Hills und der größte Pharma-Großhändler in Großbritannien und Irland.

1997 Vergrößerung des Apothekengeschäfts

Innenaufnahmen Apotheke von Lloyds Chemists
Lloyds-Chemist-Apotheke

GEHE erwirbt die zweitgrößte Apothekenkette Großbritanniens, die Lloyds Chemists plc., zu der knapp 1.000 Apotheken gehören.

1999 Größte europäische Apothekenkette

Lloydspharmacy-Apotheke von außen
Lloydspharmacy-Apotheke

Durch die Zusammenlegung der Hills- und Lloyds-Apotheken in Großbritannien entsteht unter dem Namen Lloydspharmacy die größte europäische Apothekenkette. In der Tschechischen Republik akquiriert und eröffnet GEHE in den Folgejahren 30 Apotheken. Weitere Apotheken erwirbt das Unternehmen im italienischen Bologna durch den Zuschlag im Zuge eines Privatisierungsverfahrens.

2000 Erwerb des Marktführers im österreichischen Pharma-Großhandel

Transportbehälter von Herba Chemosan auf dem Transportband
GEHE übernimmt die Aktienmehrheit an der Herba Chemosan Apotheker-AG

GEHE übernimmt die Aktienmehrheit an der Herba Chemosan Apotheker-AG, der Nummer eins im österreichischen Pharma-Großhandel.

2001 Erwerb des Marktführers im norwegischen Pharma-Großhandel

Transportbehälter von Norsk Medisinaldepot im Lager
GEHE übernimmt den Marktführer des norwegischen Pharma-Großhandels

GEHE übernimmt Norsk Medisinaldepot – den Marktführer des norwegischen Pharma-Großhandels. Dort steigt GEHE auch ins Apothekengeschäft ein, wie auch in Belgien, Irland und den Niederlanden.

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2003-2013

2003 Aus GEHE AG wird Celesio AG

Konzernzentrale
2003: Namensänderung der GEHE AG in Celesio AG

Mit überwältigender Mehrheit beschließt die Hauptversammlung die Namensänderung von GEHE AG in Celesio AG. Celesio steht für den europäischen Marktführer in der Pharmadistribution, GEHE für die Großhandelsaktivitäten in Deutschland und Tschechien.

2004 Markteintritt in Südosteuropa

Außenansicht Kemofarmacija-Gebäude
Celesio erwirbt Anteile am slowenischen Pharma-Großhändler Kemofamacija

Die Expansion des Celesio-Konzerns schreitet weiter voran. So erwirbt Celesio Anteile an Pharma-Großhändlern in Slowenien, Rumänien und Kroatien.

2006 Markteintritt in Dänemark

Zentrale von K.V. Tjellesen in Dänemark
2006: Markteintritt in Dänemark

Mit dem Kauf von K. V. Tjellesen und Max Jenne in Dänemark erschließen die Geschäftsbereiche Celesio-Großhandel und Celesio-Services einen neuen Markt. Im selben Jahr finden ein Aktiensplit und die Umstellung auf Namensaktien statt, um die Attraktivität der Celesio-Aktie zu erhöhen.

2007 Einstieg in den Versandhandel

DocMorris-Logo
Celesio erwirbt DocMorris und steigt damit in den Versandhandel ein

Celesio erwirbt DocMorris, Deutschlands bekannteste Apothekenmarke und Europas größte Versandapotheke. In den Folgejahren werden unter der Marke DocMorris Apotheken in Irland, Italien und Schweden eröffnet. 2012 entscheidet sich Celesio zum Verkauf der Versandapotheke und der Marke.

2009 Markteintritt in Brasilien

links: Dr. Oesterle (Celesio), rechts: P. Panarello (Panapharma) beim Handschlag
2009: Markteintritt in Basilien durch den Erwerb der Mehrheit an Panpharma; links: Dr. Oesterle (Celesio), rechts: P. Panarello (Panapharma)

Mit dem Erwerb der Mehrheit an Panpharma, der Nummer eins im brasilianischen Pharmagroßhandelsmarkt, expandiert Celesio nach Übersee und steigt in den südamerikanischen Markt ein. In den Folgejahren akquiriert Celesio zudem 60 Prozent an der brasilianischen Oncoprod Group, einem Distributor für Speciality Pharma, wie etwa Präparate zur Krebsbehandlung.

2010 Markteintritt in Schweden

Innenansicht DocMorris-Apotheke in Schweden
DocMorris-Apotheke in Schweden

Der Aufbau einer eigenen Apothekenkette in Schweden beginnt mit Eröffnung der ersten sechs Präsenzapotheken unter der Marke DocMorris Apotek.

2012 Aufbau des europäischen Apothekennetzwerks

Unser innovatives Apothekenkonzept
Unser innovatives Apothekenkonzept

Das europäische Apothekennetzwerk integriert die eigenen Celesio-Apotheken mit den Celesio-Partnerapotheken zu einem partnerschaftlichen Verbund. Damit will sich Celesio in Europa zur führenden Apothekenmarke entwickeln. Gleichzeitig soll die Partnerschaft mit den unabhängigen Apotheken gefestigt und ausgebaut werden.

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2014-HEUTE

2014 Mehrheitsaktionär McKesson

McKesson-Hauptsitz in San Francisco, USA
2014: Die amerikanische McKesson Corporation wird neuer Celesio-Mehrheitsaktionär

Die amerikanische McKesson Corporation übernimmt von der Franz Haniel & Cie. GmbH mehr als 75 Prozent der Celesio-Anteile und ist damit neuer Mehrheitsaktionär.

2016 Strategischer Fokus auf Europa

Apothekerin vermerkt Notiz auf Medikamentenschachtel
Celesio baut Gesundheitsdienstleistungen in Europa aus.

Nach dem Verkauf des Brasiliengeschäfts steht Europa im Mittelpunkt der Expansion. Celesio übernimmt das Apothekengeschäft der britischen Supermarktkette Sainsbury’s, den britischen Heimpflegedienstleister Bupa Home Healthcare (heute: Lloyds Pharmacy Clinical Homecare) sowie das belgische Distributionsgeschäft Belmedis von der französischen Genossenschaft Welcoop. In Portugal übernimmt Celesio Holon, ein großes Netzwerk unabhängiger portugiesischer Apotheken.

2017 Aus Celesio AG wird McKesson Europe AG

Mitarbeiter bei der Einweihung der neuen McKesson Europe Hauptverwaltung
Mitarbeiter bei der Einweihung der neuen McKesson Europe Hauptverwaltung

Die Konzernzentrale zieht nach 36 Jahren innerhalb Stuttgarts in eine neue Hauptverwaltung in Stuttgart (Europe Plaza).

Die Hauptversammlung beschließt die Umbenennung der Celesio AG in McKesson Europe AG.

2018 Erster europaweiter Corporate Responsibility-Bericht

Erster europaweiter Corporate Responsibility Report von McKesson Europe in englischer Sprache

McKesson Europe gibt erstmals europaweit Einblicke in seinen nachhaltigen Umgang (PDF 2,1 MB) mit ökonomischen und ökologischen Ressourcen und informiert über sein gesellschaftliches Engagement.