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Karriere bei McKesson Europe: Aus dem Warenlager in die Konzernzentrale

In einer Serie von Mitarbeiter-Porträts stellen wir Kollegen aus unterschieldichen Abteilungen und Ländern vor. Dieses Mal erzählt Janko Kozamernik von seiner Karriere bei Kemofarmacija in Slowenien.

Janko Kozamernik, Head of Finance and Controlling bei Kemofarmacija

Janko, was ist deine Position bei Kemofarmacija?
Ich bin Head of Finance and Controlling und beschäftige mich Tag für Tag mit allen Bereichen der Betriebsfinanzen, inklusive Immobilien und Controlling. Ich bin vier Mitarbeitern direkt vorgesetzt.

Wie sah dein bisheriger Werdegang aus und was hat dich zu den jeweiligen Schritten animiert?
Ich bin mittlerweile seit 27 Jahren bei Kemofarmacija. Nachdem ich die weiterführende Schule im Bereich Technik abgeschlossen hatte, begann ich zunächst als Arbeiter im Warenlager. In dieser Zeit schloss ich zudem an der Universität mein Studium der Wirtschaftswissenschaften mit Schwerpunkt auf Bank- und Finanzwesen ab.

Als ein Kollege aus der Finanzabteilung in den Ruhestand wechselte, fragte mich der Finance Director, ob ich zu seinem Team stoßen wollte. Damals gab es in der Firma die ersten Computer, und ich konnte in diesem Bereich gewisse Erfahrungen vorweisen. Zunächst kümmerte ich mich um das Rechnungswesen; als meine Vorgesetzten erkannten, dass ich starke analytische Fähigkeiten besitze, schlugen sie mir eine Tätigkeit in der Finanzplanung vor.

2009 übernahm ich das Controlling. Zwei Jahre später schied der Head of Finance aus, und der Vorstand beschloss die Zusammenlegung der beiden Abteilungen. Ich übernahm entsprechend deren Leitung.

Welches waren die wichtigsten Beweggründe für deine Karriereschritte?
Ich habe noch nie meine Karriereschritte geplant. Stattdessen habe ich meine Ausbildung geplant und immer hart gearbeitet. Andere kamen dann auf mich zu und fragten: „Janko, möchtest du diese Aufgabe übernehmen?“

Gab es überraschende Wendepunkte in deiner Karriere?
Als ich aus dem Warenlager in die Firmenzentrale wechselte! Ich begann bereits, mich nach anderen Stellen umzusehen, falls sich nach Abschluss meines Studiums keine Gelegenheit bei Kemofarmacija ergeben sollte. Aber dann suchte das Unternehmen intern nach Kandidaten und beförderte mich.

Welchen Aspekt deiner Karriere würdest du rückblickend als besonders interessant bezeichnen?
Sehr interessant fand ich die Teilnahme an den Programmen GROW und DRIVE, die McKesson Europe für Führungskräfte auflegt. Wer in einem kleinen Land wie Slowenien lebt, entwickelt eine andere Perspektive. Von Kemofarmacijas Standorten aus gelangt man meist in weniger als einer Stunde an die Grenzen unseres Landes!

Bei diesen Programmen für Führungskräfte konnte ich meine Sprachkenntnisse, meine Fähigkeiten im Umgang mit Menschen aus anderen Ländern und meine kulturellen Kommunikationsfähigkeiten deutlich ausbauen. Außerdem lernte ich unterschiedliche Führungsansätze kennen. Das hat mich sehr vorangebracht.

Welches sind deiner Meinung nach die Voraussetzungen für eine gelungene Karriere?
Erst einmal muss man an sich selbst arbeiten – eine gute Ausbildung durchlaufen, geduldig sein, andere respektieren. Einer der wichtigsten Aspekte ist der Ausbau der Kommunikationsfähigkeit. Wenn man mit anderen Menschen erfolgreich kommunizieren will, muss man auf den richtigen Zeitpunkt und die richtige Art der Kommunikation achten. Wenn man beispielsweise zu sehr drängt, macht man unter Umständen den Leuten in höheren Positionen Angst. Wenn man aber die Dinge nicht klar anspricht und kein Interesse zeigt, entsteht schnell der Eindruck, man hätte nichts zu bieten. Hier konnte ich mir im Lauf der Zeit Einiges aneignen.

Hast du deinen Werdegang im Voraus geplant oder einfach die richtigen Gelegenheiten ergriffen?
Es hat sich immer so ergeben, dass ich für eine Beförderung vorgeschlagen wurde. Ich habe das nicht geplant.

Inwieweit lässt sich deiner Meinung nach eine Karriere planen?
Natürlich lässt sich eine Karriere planen – auf einem anderen Blatt steht aber, ob das tatsächlich so in Erfüllung gehen wird. Man sollte ruhig planen, wo man zukünftig stehen will, nicht aber den Weg dorthin. In der Regel ist dieser länger als gedacht.

Wie sehen deine nächsten beruflichen Schritte aus?
Ich bin mit meiner Karriere sehr zufrieden und auch mit jeder einzelnen Aufgabe, die ich dabei übernommen habe. In meinem Unternehmen gibt es nur noch eine höhere Stufe – Finance Director –, und es würde mich natürlich freuen, wenn ich irgendwann hierfür in Betracht gezogen würde. Auf der anderen Seite kann ich mir gut vorstellen, meine jetzige Aufgabe weiter auszuüben. Auch für eine Gelegenheit im Ausland wäre ich offen.

Welchen Rat würdest du jemandem geben, der gerade seine Karriere bei McKesson Europe beginnt?

Geduld zeigen. Beste Arbeit leisten. Nicht drängeln, aber zeigen, dass es einen gibt. Wenn man das alles berücksichtigt, ist es irgendwann soweit.

Was wolltest du werden, als du noch klein warst?
Professioneller Skirennläufer. Ich bin ein leidenschaftlicher Skifahrer, aber während meiner Kindheit in Jugoslawien hatten nur wenige Menschen die Gelegenheit zu einem vernünftigen Training. Außerdem musste man der Nähe der Berge leben – ich bin aber in der Nähe von Ljubljana aufgewachsen.

Es ist Sonntagnachmittag. Was würdest du normalerweise gerade tun?
Ich wäre jetzt bestimmt draußen unterwegs. Im Winter auf einer Skipiste. Und in den anderen Jahreszeiten mit unserem Beagle spazieren.